Trends Frühjahr 2014 – Storecheck in Hamburg, Düsseldorf und Köln.

Foto: Review

Do to your wardrobe what spring does to the trees.

Mit diesem Slogan präsentiert Weekday in Hamburg und Köln derzeit die neuesten Teile seiner Frühjahrskollektion. Absolute Hingucker: Die Sweatshirts in leichten Baumwollqualitäten mit Blättermotiven, welche den ohnehin anhaltenden Camouflage-Trend neu umsetzen. Der Safarilook wird mit Dschungelprints in Form von Leo, auch als Alloverprint – gerne auch für Jungs – zum einzigartigen Look.

Foto: TheSophistic8e

Ganz nach dem Motto: „Black is my happiest color“ bleibt Schwarz auch im Frühjahr eine tonangebende Farbe. Die Grunge-Einflüsse, die bereits die Herbst/Winter Kollektionen prägten, bleiben weiterhin wichtig. Diese Einflüsse spiegeln auch die ersten Frühjahr-Keylooks von Topman in Düsseldorf und Hamburg wider. Schmale Denims in dunklen Farben mit zerstörten Details werden kombiniert mit Bomberjacken und Blousons. Dazu viel Leder. Als Jacke, oder als Applikation in Form von Brusttaschen oder Aufnähern. 3D Optiken sind wichtiger den je zuvor. Struktur ist tonangebend. Als Cardigan oder als Highlight auf T-Shirts oder Sweatern. Die Streetwear der großen Modemetropolen dieser Welt ist weiter im Aufwind. Geometrie und Punkte, sowie viel Streifen sind die Designs der Stunde.

Foto: adidas Originals (Modell: EQT Running Support 93)

Sneaker in allen Varianten sind weiterhin unverzichtbar. Große Überraschung jedoch: Adidas ist zurück und bringt neu interpretierte Klassiker in die Läden. Definitiv die neue Alternative zu Nike und für die modische Spitze unverzichtbar. Bei Urban Outfitters sorgen derzeit erste Sommer-Denims in ausgewaschenen bis hin zu ganz weißen Qualitäten für Helligkeit. Unverzichtbare Accessoires in der Urbanwear sind Cape und Mützen in allen Ausführungen. Gymbags ersetzen die klassischen Jutebeutel. Trotz der frühlingshaften Temperaturen im eigentlichen Winter, ist die Lust auf neue Teile ungebrochen. Knallige Farben sucht man jedoch im Frühjahr 2014 vergeblich. Ruhiger und zurückhaltender geht es zu. Neue Materialien, Silhouetten und Strukturen sind Tonangeber. Überzeugt euch selbst.

Der richtige Zeitpunkt ist jetzt.

Foto: TheSophistic8e

Foto: TheSophistic8e

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herbst/winter 2014 – eine exklusive trend-preview.

BREAD & BUTTER ICH BIN EIN BERLINER WINTER 2014

Foto: Bread & Butter

Yes Bitch. Es ist wieder deutsche Modewoche. Die europäische Fashionbranche ist in Berlin zu Gast und lässt sich inspirieren. Inspirieren bei den zahlreichen Modenschauen deutscher Nachwuchsdesigner im Zelt am Brandenburger Tor oder durch die gleichzeitig stattfindenden Modemessen wie Premium, Panorama oder Bread & Butter, wo internationale Marken ihre Kollektionen für Herbst/Winter 2014 dem Fachpublikum präsentieren.

Die ersten Trends und Must-Haves für den Herbst sind hier zu finden und kristallisieren sich sehr schnell heraus. Was trägt die modische Spitze im jungen, urbanen Segment?

Ein Streifzug über die Bread & Butter – Tradeshow for selected brands, gibt Auskunft.

 Grau. Schwarz. Schwarz. Grau.

Wie bereits in diesem Herbst bleiben dunkle Töne auch weiterhin die dominierenden Trendfarben. Grau und Schwarz ziehen sich durch alle Marken und Warengruppen. Einflüsse aus Grunge und Gothic sind unverkennbar und maßgebend. Leder, Denim und Fell sorgen gekonnt für den Materialmix. Eines ist jedoch auffällig: Der Look ist rauer und kerniger. Es geht noch mehr in Richtung Brit-Chiq und den Streetstyle Londons. Denim wird nicht nur dunkler sondern kommt im Destroyed-Look zurück. Jeanshemden werden eher unwichtiger und durch Karo-Hemden im Grunge-Trend ersetzt. Für Mädels kommt der Rock zurück. Mal in uni und mal mit Mustern, stets in schmaler Silhouette. Transparente Details sorgen für Highlights und besondere Effekte. Gepaart mit Futuristischen Prints. Nicht zu vergessen: Der Mantel. Oversized-Strick bleibt. Materialtechnisch geht es in eine eher glatte Richtung. Neopren als Innovation. Dazu viel Sweat und minimalistische Prints. Neon und 80’s sind kein Thema mehr.

Mix und Stilbruch sind die Keywords der Saison H/W 2014/15.

 Karo zu Karo.

Moonwash zu schwarzen Denims.

Leder. Leder. Leder.

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Foto: Florian Schüppel x TextilWirtschaft

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Foto: Florian Schüppel x TextilWirtschaft

phänomen primark

Der irische Textildiscounter Primark  ist seit geraumer Zeit auch in Deutschland angekommen. ENDLICH, jubelten Modefans und Brancheninsider. WAS NUN, fragten sich alle anderen. Mittlerweile betreibt Primark hierzulande 10 Filialen. Tendenz weiter steigend.

Doch was macht das Phänomen Primark aus?

Ein Selbstversuch auf den Spuren zwischen schnellen Mode-Trends und unglaublich günstigen Preisen.

Als 2009 die erste deutsche Primark-Filiale in Bremen eröffnete konnte man bereits Stunden vor Ladenöffnung lange Schlangen beobachten. Alle warteten darauf, bis das Geschäft endlich seine Tore öffnete. Einige kannten den Filialisten bereits von Reisen nach Irland oder Großbritannien und wussten was sie erwartet. Andere wiederum ließen sich von dieser Euphorie anstecken und ließen sich überraschen, was es hier alles zu finden gibt.

Kleidung für Damen, Herren und Kinder. Accessoires, Unterwäsche, Kosmetik, Schuhe und Wohnartikel. Die neuesten Mode-Trends zu sehr günstigen Preisen warten darauf, bis sie in Windeseile abverkauft und nachsortiert werden.

Die Maschinerie Primark läuft. Das Konzept funktioniert.

Alles läuft hier über den Preis. Eine besondere Qualität erwartet man nicht. Kleiderständer mit großen blauen Preisschildern, machen auf die dort präsentierte Ware aufmerksam. Die Ware selbst wird massenweise auf die Kleiderständer und an die Wände gehängt. Nicht gerade exklusiv und besonders schön präsentiert,  aber das fällt nicht auf und wird auch nicht erwartet. Die ständige Nachsortierung der Artikel durch die unzähligen Mitarbeiter zeigt die Kompetenz des Textildiscounters aus Dublin: Schnelligkeit. Schnelligkeit in der gesamten textilen Produktionskette. Schnelligkeit vom Trend zur Produktion bis hin zur Schnelligkeit des Weges von der Produktionsstätte in die Läden.

Spätestens wenn man sich dies bewusst macht, stellt sich die Frage:  Wie kann Primark diese niedrigen Preise erreichen?

Moralische und ethische Werte stehen dem Konsum und den günstigen Preisvorstellungen der westlichen Welt direkt gegenüber.

Jedem Verbraucher muss bewusst sein, dass die Artikel auf Masse in Billiglohnländern außerhalb Europas produziert werden. Auch die Arbeitsbedingungen der Arbeiter in diesen Fabriken sind oft nicht die Ausgezeichnetsten.  Auf Primark sowie alle anderen Textildiscounter  lässt sich dies nicht unmittelbar zurückführen. Fast die gesamte Textilindustrie geht nach diesem Schema in der textilen Produktionskette vor.  Dass sich exklusive und teure Marken zum Teil von Günstigen hinsichtlich ihrer Qualität kaum unterscheiden, ist kein Geheimnis. Allein Image und Markenbekanntheit sowie die Zielgruppen sind in der Preisfindung das Entscheidende. Wir, die Kunden legen all dies fest. Wir sind bereit für eine gewisse Marke oder bestimmte  Wertevorstellungen verschieden viel Geld auszugeben. Wir sind es, die mit vermeintlich gutem Gewissen in die Läden gehen und die topaktuellen Modetrends ergattern wollen. Wir sind es aber auch, die letztendlich die Preise der Textilindustrie „bestimmen“. Wir alle wollen den größtmöglichen Nutzen und die größte Anzahl an Bekleidung zum kleinsten Preis. Dass dies die umgekehrte Folge ist, die der Textilindustrie bei den Produktionsbedingungen vorgeworfen wird, wird von uns ausgeblendet. – erst recht beim Kauf. Somit sollten sich alle Verbraucher selbst an die Nase fassen und für sich selbst, unter der Berücksichtigung ihres Einkommens, entscheiden, wie und woher sie ihre Bekleidung beziehen möchten. Dass hierbei der ein oder andere Zielkonflikt auftreten wird ist vorprogrammiert.  Deshalb, blenden wir weiterhin in unserem Konsumwahn alle anderen Bedingungen aus die uns dabei stören könnten. Und das ist völlig „normal.“ Wir möchten uns beim Shopping lediglich erfreuen und belohnen. Wer denkt dabei schon über oben beschriebene Problematik nach.

 „Amazing Fashion, amazing prices.“ Doch Primark ist mehr: Auf Nachhaltigkeit wird durch die biologisch abbaubaren braunen Papiertüten aus  100% recycelten Materialien geachtet. Zudem wurde über das Textilunternehmen im Mai positiv berichtet, als bekannt wurde, dass die betroffenen Arbeiter der Fabrikeinstürze in Bangladesch von Primark finanziell unterstützt werden.

The Sophistic8e Fazit: Primark gelingt es, verschiedene Zielgruppen und Einkommensklassen miteinander zu vereinen. Alle sind sie auf der Suche nach den neuesten Teilen zum kleinsten Preis. Wieso sich Primark jedoch so eindeutig von all den anderen Textildiscountern wie zum Beispiel KIK hinsichtlich des Images abheben kann, ist schwer zu sagen. In Zeiten, wo jede Innenstadt mit den selben Filialisten überflutet wird, sehnt sich der Mensch wohl nach Neuem.  Mit  bisher nur 10 Filialen bundesweit macht Primark alle anderen neugierig. Das „Nicht-überall-zu-bekommen“-Argument, ähnlich wie die anfängliche Euphorie und Hysterie wie beim Deutschlandstart von Abercrombie & Fitch,  macht Primark zu diesem Phänomen.

Photos: The Sophistic8e

 

blogparade: #my fashionID

#Was ist deine Fashion ID? – Diese Frage stellt der in diesem Frühjahr gelaunchte Online-Shop von Peek&Cloppenburg Düsseldorf. http://blog.fashionid.de/blogparade-my-fashionid-5476.

Fashion. Ohne Frage, Kleidung und Mode sind vielfältig. Sie verleihen dem Träger Individualität. Sie bestimmen unser das äußeres Erscheinungsbild. Anhand von Kleidung sind etwaige Stimmungen und Gefühlslagen, sowie die verschiedensten Anlässe festzustellen.

ID. Identität, Persönlichkeit, Individualität.

Zusammengesetzt bedeutet dies dann für mich: Fashion und ID unterstreichen gemeinsam die Persönlichkeit durch den eigenen Stil = Fashion-ID.

 „Mode kann man kaufen – Stil muss man haben.“ – Gibt man diesen bekannten Spruch bei Google ein,  so erscheinen  155.000 Suchergebnisse. Wie viel ist dran? Was ist Mode eigentlich? Was ist Stil? Und was von alldem ist MEIN Stil?

Mode. So viel steht fest, ist nichts anderes als dass Kleidungsstücke immer wieder neu interpretiert werden. Doch wirkliche Innovationen gibt es in der Mode kaum noch. Das was uns als Mode verkauft wird sind lediglich Änderungen an den Schnittformen, den Stoffaufmachungen, den Designs und den Farben. Je nach Trend und Jahreszeit werden diese schmaler oder weiter, leichter oder schwerer, bunter oder cleaner. Die tragbaren Endprodukte finden wir dann in den Geschäften wieder. Mehrmals im Jahr zu den jeweiligen Saisons.

Stil. Ist auf keinen Fall Mode. Sicherlich wird er aber von ihr beeinflusst. Stil ist mehr ein Lebensgefühl. Eine Überzeugung. Die eigene Sicht auf die Dinge. Oft ist Stil auch eine gesellschaftliche Bewegung. Stil beschreibt das Ganze. Somit kann man viele verschiedene Stile in der Gesellschaft beobachten. Sie reichen von ironisch bis klassisch und elegant.

Man kann deshalb auch sagen, dass Stil der Mix aus Mode verschiedener Zeiten und unterschiedlicher Preisniveaus ist. Man kombiniert das Designer Oberteil mit der günstigen Filialisten Jeans. Man findet alte Pullover in Omas und Opas Kleiderschrank wieder und kombiniert diese mit den neuesten Teilen von der Stange. Man unterscheidet sich von anderen, ist individuell. Und genau das ist meiner Meinung nach STIL.

 Was ist mein Stil? Meine Fashion-ID? – Keine einfache Antwort.

Ich weiß nicht einmal ob ich meinen eigenen Stil eigentlich bereits gefunden habe.

Ich für meinen Teil, kombiniere gerne Vintage mit topmodischen Artikeln. Second Hand versus „neuester Schrei“. Ich mag es, die Second Hand Teile noch ein wenig abzuwandeln. Mal hier die Naht auftrennen oder da die Ärmel abschneiden. Somit erschaffe ich mir meinen ganz eigenen Stil. Dadurch vereine ich viele unterschiedliche Stile in meinem eigenen Stil. Ein bisschen Streetwear  gepaart mit Dandy und Preppy. Verschiedene Marken und Hersteller. Von günstig bis teuer.  Natürlich lasse ich mich von der Mode beeinflussen und kaufe vorwiegend danach ein. Schließlich ist Mode das, was in den Geschäften verkauft wird. Es ist jedoch der Mix, der den eigenen Stil bestimmt. Man muss sich selbst wohlfühlen. Und das ist die Schwierigkeit. Nur weil gerade etwas als Must-Have bezeichnet wird, heißt das noch lange nicht, dass man dies tragen muss. Es kommt darauf an, authentisch zu sein und sich nicht zu verkleiden. Denn das merkt man dem Menschen an. Und dann wäre Stil wohl doch nur das andere Ende vom Besen.

Seht hier meine Fashion-ID:

Cap: Obey / Sonnenbrille: Ray Ban / Ankerarmband: Flohmarkt / Uhr: Casio / Shorts: Weekday /
Gürtel: Massimo Dutti / Shirt: Topman / Sneaker: Nike

Rückblick Bread&Butter #Vorschau Frühjahr/Sommer 2014

Schwer vorstellbar, aber dennoch war:

Die Trends für Frühjahr/Sommer 2014 sind bereits gesetzt. Klar, der Sommer 2013 kommt hierzulande erst in diesen Tagen richtig in Schwung, aber das was wir gerade für  up-to-date  halten und in den Geschäften kaufen, ist für die Textilindustrie bereits schon wieder Schnee von gestern. Auf den Messen im Rahmen der Berlin Fashion Week Sommer 2013 werden die Trends von morgen gezeigt. Hier ein erster Ausblick für die Trends Sommer 2014 und zeitgleich ein Rückblick der Bread & Butter, Messe für Urbanwear und Streetstyle.

Sie ist schon jedes Mal ein Highlight: Die Messe Bread & Butter. Zweimal im Jahr findet sie am stillgelegten Berliner Flughafen Tempelhof statt. Die gesamte Kulisse beeindruckt durch die einstigen Check-In Schalter, der Abflughalle und draußen durch die ehemalige Start-und Landebahn. Anfang Juli war es wieder soweit, Tempelhof war fest in modischer Hand.

Hier die Eindrücke nach einem Rundgang:

Auffällig: Das modische Bild für Frühjahr/Sommer 2014 ist wieder vielfältiger und weniger bunt als zuvor. Unübersehbar, die Einflüsse aus der Streetwear sind massiver denn je. Must-Haves: Kappen, Sneaker, Nummern-Shirts im Mix mit Leder und  Gold-Schmuck. Bling Bling nicht vergessen. Ein weiteres wichtiges Thema: Drucke.Gerade für Jungs bleiben Prints ein Muss. Tier-Drucke sind weiterhin auf dem Vormarsch.  Blumen und Palmen-Designs sorgen für Aloha und Surf-Gefühle. Zwischendurch zu beobachten: Ethno. Neu interpretiert. Inka und Afro, Perlen und Fransen, Stickereien und so weiter sind maßgeblich für die Mädels.  Frühjahr/Sommer 2014 jedoch weniger bunt. Schwarz/Weiß verleiht einen neuen Look.

Der Mode- Sommer 2014 ist wieder individueller. Es gibt keinen roten Faden. Und das gefällt.

 

Einen großen Trend gibt es aber dennoch:   DENIM. Kaum verwundernd, so gehören Jeans doch sowieso zu den wichtigsten Teilen im Urbanwear-Segment. Ob als Hemd, Weste, Shirt, Shorts oder lange Hose. Denim allover. Von floralen Mustern und Batik bis hin zur Destroyed-Optik. Auf jeden Fall hell.

Das sind sie also die Trends für Frühjahr/Sommer 2014. Glaubt ihr nicht? – Wartet ab. Spätestens ab Februar werdet ihr langsam aber sicher damit konfrontiert. Zumindest die modische Spitze. Seit ihr im Sommer jedoch zum Beispiel in New York oder London unterwegs, werdet ihr beobachten können, dass die deutschen Sommer-Trends 2014 dort bereits 2013 angekommen sind.

Deshalb: Always be Sophistic8ed.

© Photos: TheSophistic8e