#MBFW: DESIGNER for TOMORROW.

Designer for Tomorrow: Matteo Lamandini

Designer for Tomorrow: Matteo Lamandini

Es ist wirklich schwierig, die Eindrücke, Bilder, Informationen, Trends und Hintergründe der MERCEDES-BENZ FASHION WEEK BERLIN aufzuarbeiten. Was ist nennenswert, was nicht. Welche Themen müssen unbedingt erwähnt werden, welche nicht. Es gruselt mich deshalb immer noch etwas selbst, als ich mich dabei ertappte eine Methode anzuwenden, die ich aus der Didaktik-Vorlesung aus Uni-Zeiten kenne: Die didaktische Reduktion. OH MY GOD. Ziel hierbei ist es, eine Menge Informationen, (eigentlich Lerninhalte) so zu stückeln, um die optimale Informations-Dosis (und natürlich der beste Lernerflog) zu erzielen. Nach sorgfältigem Filtern und Sieben kam ich also zu dem Ergebnis, unbedingt über den Nachwuchsaward „DESIGNER for TOMORROW“ (DfT) von Peek & Cloppenburg Düsseldorf zu berichten. Europäische Top-Nachwuchstalente erhalten hierbei die Möglichkeit, als solche entdeckt zu werden und mit großer Aufmerksamkeit innerhalb der Modebranche und beim Publikum wahrgenommen zu werden. Fünf Filialisten wurden durch eine Jury um (den neuen!) Schirmherr TOMMY HILFIGER ausgewählt und erhalten somit die Chance, ihre Kollektionen auf dem Runway dem Publikum zu präsentieren. So geschehen, letzten Mittwoch im Rahmen der FASHION WEEK BERLIN im Erika-Heß Eisstadion. Dass es sich bei diesem Design-Award um eines der wichtigsten Events innerhalb der Berliner Modewoche handelt, ist schon allein anhand der Promidichte in der Front-Row sichtbar. Der in Blautönen ausgeleuchtete Runway sowie die Stimme, die aus den Lautsprechern: „Designer for Tomorrow“ flüstert, kitzeln die Neugier und steigern die Erwartungen. Los geht’s mit der letztjährigen Gewinnerin IOANA CIOLACU. Sie präsentiert hier ihre Capsule-Kollektion „Hunters“. Die konzeptionelle Beziehung zwischen dem Jäger und seiner Beute wird in dieser Kollektion aufgegriffen. Blasse Töne bis hin zu leuchtenden Statement-Farben unterstreichen die spielerische Natur der Kollektion und auch die Natur selbst. Die Models laufen zum Takt der Newcomerin LUCA VESTA, die abseits vom Laufsteg ihren Hit „Cut my Hair“ live performt. Direkt im Anschluss zeigen die fünf Filialisten von 2014 ihre Meisterwerke, mit denen sie „DfT“werden möchten.

Gewinnerkollektion "Zoot Suit" Matteo Lamandini

Gewinnerkollektion „Zoot Suit“ Matteo Lamandini

Der Koreaner YONG KYUN SHIN untersucht in seiner Womenswear-Kollektion „The Broken“ Brüche und Zerstörung. Innovative und köperbetonte Designs aus Seide treffen auf Leder und Metallelemente. Die ESMOD-Absolventin JULIA WINKLER ließ sich in ihrer Kollektion „UTQC“ von der Musik des Produzenten Steven Ellison inspirieren. Heraus kamen experimentelle Kreationen, die Eleganz mit abstrakten Details verbinden. Die Irin MARIA LOLA ROCHE sieht ihre Arbeit vor allem als Kunst, was sich in ihrer Kollektion „Poetry of Dissection“ sofort wiedererkennen lässt. Extravagante Kreationen in Kombination mit Form-und Stil-Elementen aus vergangenen Zeiten zeichnen die Looks. Ein Hauch Zirkus schwingt mit. In der „Cocoon“ Kollektion der Bulgarin SYLVIA ROUSTCHEVA dreht sich alles um Strick. Knitwear allover in neuen Formen und Silhouetten. Der junge Mailänder MATTEO LAMANDINI präsentiert seine Kreationen unter dem Motto „Zoot Suit“. Diese Bewegung entstand im Amerika der 40er Jahre. Das Markenzeichen: Anzüge mit opulentem Charakter. Keine Angst vor Material- und Mustermix. Glencheck und Schottenkaro trifft auf Hahnentritt. Nach diesen wunderbaren Inspirationen und gelungenen fünf Modenschauen, die mit viel Applaus belohnt werden, ziehen sich die Jury und TOMMY HILFIGER zur Entscheidung zurück um anschließend den „DfT“ 2014 zu verkünden und mit dem Fashion Award auszuzeichnen. Der Gewinner: MATTEO LAMANDINI. Er konnte sich im Wettbewerb durchsetzen und überzeugen. Von TOMMY HILFIGER himself bekommt er den Fashion Talent Award überreicht. Und nicht nur das: In den nächsten 12 Monaten wird er von ihm persönlich begleitet, unterstützt und beraten. Seine Capsule-Kollektion wird dann nächstes Jahr bei der Fashion Week Berlin präsentiert und dann bei P&C Düsseldorf und online bei Fashion-ID erhältlich sein.

WIR FREUEN UNS DARAUF.  

Photos: © Peek & Cloppenburg Düsseldorf / Fashion-ID

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blogparade: #my fashionID

#Was ist deine Fashion ID? – Diese Frage stellt der in diesem Frühjahr gelaunchte Online-Shop von Peek&Cloppenburg Düsseldorf. http://blog.fashionid.de/blogparade-my-fashionid-5476.

Fashion. Ohne Frage, Kleidung und Mode sind vielfältig. Sie verleihen dem Träger Individualität. Sie bestimmen unser das äußeres Erscheinungsbild. Anhand von Kleidung sind etwaige Stimmungen und Gefühlslagen, sowie die verschiedensten Anlässe festzustellen.

ID. Identität, Persönlichkeit, Individualität.

Zusammengesetzt bedeutet dies dann für mich: Fashion und ID unterstreichen gemeinsam die Persönlichkeit durch den eigenen Stil = Fashion-ID.

 „Mode kann man kaufen – Stil muss man haben.“ – Gibt man diesen bekannten Spruch bei Google ein,  so erscheinen  155.000 Suchergebnisse. Wie viel ist dran? Was ist Mode eigentlich? Was ist Stil? Und was von alldem ist MEIN Stil?

Mode. So viel steht fest, ist nichts anderes als dass Kleidungsstücke immer wieder neu interpretiert werden. Doch wirkliche Innovationen gibt es in der Mode kaum noch. Das was uns als Mode verkauft wird sind lediglich Änderungen an den Schnittformen, den Stoffaufmachungen, den Designs und den Farben. Je nach Trend und Jahreszeit werden diese schmaler oder weiter, leichter oder schwerer, bunter oder cleaner. Die tragbaren Endprodukte finden wir dann in den Geschäften wieder. Mehrmals im Jahr zu den jeweiligen Saisons.

Stil. Ist auf keinen Fall Mode. Sicherlich wird er aber von ihr beeinflusst. Stil ist mehr ein Lebensgefühl. Eine Überzeugung. Die eigene Sicht auf die Dinge. Oft ist Stil auch eine gesellschaftliche Bewegung. Stil beschreibt das Ganze. Somit kann man viele verschiedene Stile in der Gesellschaft beobachten. Sie reichen von ironisch bis klassisch und elegant.

Man kann deshalb auch sagen, dass Stil der Mix aus Mode verschiedener Zeiten und unterschiedlicher Preisniveaus ist. Man kombiniert das Designer Oberteil mit der günstigen Filialisten Jeans. Man findet alte Pullover in Omas und Opas Kleiderschrank wieder und kombiniert diese mit den neuesten Teilen von der Stange. Man unterscheidet sich von anderen, ist individuell. Und genau das ist meiner Meinung nach STIL.

 Was ist mein Stil? Meine Fashion-ID? – Keine einfache Antwort.

Ich weiß nicht einmal ob ich meinen eigenen Stil eigentlich bereits gefunden habe.

Ich für meinen Teil, kombiniere gerne Vintage mit topmodischen Artikeln. Second Hand versus „neuester Schrei“. Ich mag es, die Second Hand Teile noch ein wenig abzuwandeln. Mal hier die Naht auftrennen oder da die Ärmel abschneiden. Somit erschaffe ich mir meinen ganz eigenen Stil. Dadurch vereine ich viele unterschiedliche Stile in meinem eigenen Stil. Ein bisschen Streetwear  gepaart mit Dandy und Preppy. Verschiedene Marken und Hersteller. Von günstig bis teuer.  Natürlich lasse ich mich von der Mode beeinflussen und kaufe vorwiegend danach ein. Schließlich ist Mode das, was in den Geschäften verkauft wird. Es ist jedoch der Mix, der den eigenen Stil bestimmt. Man muss sich selbst wohlfühlen. Und das ist die Schwierigkeit. Nur weil gerade etwas als Must-Have bezeichnet wird, heißt das noch lange nicht, dass man dies tragen muss. Es kommt darauf an, authentisch zu sein und sich nicht zu verkleiden. Denn das merkt man dem Menschen an. Und dann wäre Stil wohl doch nur das andere Ende vom Besen.

Seht hier meine Fashion-ID:

Cap: Obey / Sonnenbrille: Ray Ban / Ankerarmband: Flohmarkt / Uhr: Casio / Shorts: Weekday /
Gürtel: Massimo Dutti / Shirt: Topman / Sneaker: Nike