Milano Moda Uomo – Mailänder Männermodewoche.

Foto: Instagram

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Seit Samstag ist er nun auch kalendarisch offiziell da: Der Sommer 2014. Doch während wir uns hierzulande an den textilen Schnäppchen im Sale erfreuen, schaut die Modewelt gespannt nach Mailand um davon Zeuge zu werden, wie die großen italienischen Designer den Mann im Sommer 2015 auf die Straße schicken. (Siehe hierzu Blogpost vom 21.6.2014 „Warum der Trend von heute schon wieder gestern ist.“)

Die exklusiven, modischen Eindrücke aus Mailand. HIER:

Foto: © GUCCI SS 15

Foto: © GUCCI SS 15

Es war schon ein Phänomen für sich: MIUCCIA PRADA ließ für Ihre Runway Show vergangenen Sonntag eigens eine Pool-Landschaft aufbauen, worüber die Models auf dem darauf installierten Laufsteg geradezu hinweg schwebten. PRADA inszeniert dunkle Anzüge und Jacken mit weißen, auffälligen Nähten. Darunter hochgeschlossene Hemden in vielen Blau-Tönen. Oft kombiniert mit V-Ausschnitt Pullovern. Die Hosen reichen von sportlich bis elegant. Luftig wird es an den Füßen. Feine Ledersandalen und Schlappen runden den PRADA-Look für SS 15 ab. Bei GUCCI dominiert die maritime Stilrichtung. Knöchellange Hosen in fließenden Stoffen werden im Steifenlook zum Hingucker schlechthin. Dazu: Blazer und Jacken im Uniform-Stil. Das Farbbild reicht von Navy, Weiß  bis hin zu aufwendigen Rottönen. ARMANI kommt unter anderem mit vielen graphischen Mustern in schwarz und weiß. DONATELLA VERSACE zeigt feinste Kleidung in zartem Rosa zu weißen Denims. Dazu Leder-Blousons. Und Oberteile in Mash-Optiken.

In Mailänder Modesommer 2015 bleibt es also weiterhin luftig unten rum. Offene Schuhe und gekrempelte beziehungsweise knöchellange Hosen sind das Credo. Transparenz durch fließende und leichte Stoffe, sowie durch Netz-Optiken halten nun auch in der Männermode Einzug.

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warum der trend von heute bereits schon wieder gestern ist.

© The Sophistic8e

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Die Modebranche für Außenstehende.

Es ist wieder soweit: Sämtliche Geschäfte in den Innenstädten wechseln derzeit wieder ihre Namen. Hiesige Platzhirsche, Kaufhäuser, Filialisten oder Concept-Stores haben plötzlich in „SALE“ umfirmiert. Schlussverkauf sozusagen, inmitten der heißen Tage. Die Chance für Otto Normalverbraucher endlich noch einige reduzierte Kleidungsstücke für den Sommer zu ergattern, und das zum Teil bis zu 50 Prozent. Eine Win-Win-Situation sozusagen. Die Konsumenten erfreuen sich über die Schnäppchen und der Handel schafft Platz für neue Ware. Nein, keine weiteren kurzen Hosen, Sommerkleider oder Sandalen sondern die ersten Kollektionen HW 14/15 stehen in den Startlöchern. Grobstrick, Winterjacken, Schals. Im Juni? Na klar. Was beim Mainstream nicht selten Kopfschütteln auslöst, wird von Fashionistas bereits sehnsüchtig erwartet. Endlich neue Ware. Neue Farben, neue Schnitte; auch wenn diese zu den milden Temperaturen wahrlich noch nicht getragen werden können. Egal. Hauptsache die neuen Must-Haves vor allen anderen gekauft. Die Trends für diesen Winter stehen also fest. Doch was ist mit den Trends für das Frühjahr? Was kommt, was bleibt? Zugegebenermaßen stellt sich diese Frage wohl kaum ein Konsument. Dennoch beschäftigen sich in diesen Tagen dutzende Modemenschen mit dieser Frage. Sie lassen sich derzeit auf den Fashion Weeks dieser Welt von den Frühjahr/Sommer Kollektionen 2015 inspirieren. Sie entscheiden, was der Konsument ab spätestens Januar zu kaufen bekommen wird. Auch hier: Der Trend ist schon definiert. Ob dieser erfolgreich und verstanden wird, hängt selbstverständlich auch von den Endverbrauchern und den daraus entstehenden Trend-Hypes in den sozialen Netzwerken ab.

Während wir also noch die aktuelle, reduzierte Sommerware 2014 kaufen und davon ausgehen „trendy“ zu sein, liegt die Winterware aber bereits schon auf den Flächen. Und Während sich die Einkäufer auf den Modemessen in Mailand, Paris, Berlin und London für Sommer 2015 umschauen, arbeitet die Textilindustrie zeitgleich unter Hochdruck an den wirklichen Trends und Kollektionen von Morgen: Herbst/Winter 2015 und Frühjahr/Sommer 2016. Der Begriff Trend ist als sehr dehnbar und unterschiedlich auszulegen. Eins steht jedoch fest:

Der Trend von heute ist bereits schon wieder gestern.