BIKINI BERLIN. SHOP DIFFERENT

© TheSophistic8e

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… Auferstanden aus Ruinen – ODER SO.

Seit gut einem Monat hat das BIKINI BERLIN, das wohl untypischste Shopping Center Deutschlands, seine Pforten geöffnet. Höchste Zeit, sich umzuschauen.

Berlin. City West. Ku’damm. Zugegeben, für Berlin Insider der Inbegriff von übermäßigem Kommerz, Mainstream und Scharen von Touristen. Internationale Fast-Fashion-Ketten haben sich hier angesiedelt: Pull & Bear, Bershka, Forever 21 sowie zuletzt die japanische Modekette Uniqlo feierten ihre Deutschlandpremieren mit imposanten Flagshipstores. Ein Aufschwung. Nicht nur für die City West und den Ku’damm. Mit dem BIKINIHAUS zwischen der Gedächtniskirche und dem Berliner Zoo, kam jetzt ein weiterer Publikumsmagnet hinzu. Zugegebenermaßen würde man diese Shopping Mall wohl eher in Berlin-Mitte vermuten. Spricht sie doch durchaus ein sehr informiertes und modisch progressives Publikum an. Auch der Slogan: „Shop different“ lässt hierauf schließen. Doch eben gerade weil das BIKINI BERLIN kein typisches Shopping Center ist, passt das Konzept gerade dort hin. BIKINI BERLIN ist eine Concept Mall.

Innovativ, modern und zeitgemäß. Alles ist anders.

Keinen Zara, keinen Media Markt und auch keinen Drogeriemarkt. Stattdessen junge, noch nicht etablierte Newcomer-Labels und Geschäftsmodelle. Einzig bekannte Namen sind die Labels Vans, Schiesser, Carhartt sowie Closed, die hier neue Store-Designs ausprobieren. Aber auch einige Labels aus Mitte haben sich hier angesiedelt. Die mit hellem Holz zusammen gezimmerten BIKINI-BOXEN, die eigens dafür erschaffen wurden, um Nachwuchstalenten, die Chance zu geben mit Hilfe von Pop-Up-Stores den Markt zu testen, verleihen dem ganzen einen Markt – wenn nicht gar Messecharakter.

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BIKINI BERLIN bietet jedoch weit mehr als ein neues Shopping-Erlebnis. Auch die einzigartige Architektur muss hier hervorgehoben werden. Grüne Stahlträger und viel Glas symbolisieren Transparenz und Weltoffenheit. Im Erdgeschoss kann man durch ein Panoramafenster direkt ins Affengehege des Berliner Zoo’s sehen und das Treiben beobachten. Auch die begrünte Dachterrasse lädt die Besucher zum Verweilen ein. BIKINI BERLIN ist tonangebend für den deutschen Textileinzelhandel. Hier wird Shopping neu erfunden. Die Frequenz spricht für sich, auch wenn sich hierbei eine Mischung aus neugierigen normcore Touristen und Modebanausen sowie der modischen Avantgarde aus Mitte beobachten lässt.

Die Mischung macht’s und ein Besuch lohnt.

BIKINI BERLIN, Budapester Straße 38-50, 10787 Berlin // Shops & Boxes: Mo-Sa 10-20 Uhr // http://www.bikiniberlin.de

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Topman is here. #storecheck

Es war am Rande der Berlin Fashion Week, Anfang Juli diesen Jahres. Die Meldung: „Topshop und Topman kommen nach Deutschland“, löste größte Hysterie bei allen Modeinteressierten aus.

Zugegeben, eine große Überraschung war diese Nachricht für Brancheninsider kaum. Dass der britische Filialist demnächst mit eigenen Flächen auf den deutschen Markt drängen wird, war allen klar. So eröffneten doch zahlreiche ausländische Filialisten die ersten eigenen Geschäfte in Deutschland. Auch die Macher von Topshop mussten reagieren um Forever 21, Pull&Bear und Bershka Paroli zu bieten. An eigene Stores traut sich Topshop jedoch noch nicht und belegt hierzulande für’s erste kleine Flächen in den Karstadt-Häusern Düsseldorf und Hamburg, sowie in den Premium-Häusern KaDeWe Berlin und Oberpollinger München.

Seit 21.September haben Topshop und sein männliches Pendant Topman in München’s Luxustempel geöffnet. Zeit, sich umzusehen.

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Bereits von weitem entfalten die hellbeleuchteten Topman-Lettern große Anziehungskraft auf den Besucher.  Die Schritte werden schneller, und die Spannung steigt.  Endlich angekommen herrscht fürs erste eine Art Überforderung.

Deshalb, The Sophistic8e Tipp: Zeit nehmen. 

Das Warenvolumen ist immens. Die Größen sind bestens sortiert. Winterjacken dominieren, der Jahreszeit entsprechend das Sortiment. Vom leichten Blouson in gewagtem Leo-Alloverprint bis hin zum eher klassischeren Parka und Woll-Caban.

Die Shirts reichen von schlichtem schwarz mit kleinen Lederapplikationen bis zu knalligen Musterspektakeln. Zwischendrin, wie üblich für diese Saison, Flanell-Karohemden im Grunge-Style. Sweat-Jogginghosen sorgen für die gewünschte Lässigkeit. Die Denims sind wie üblich skinny und slim. Das Topman Denim-Angebot ist groß und mit rund 60 Euro, bezahlbar. Auch schmale Anzüge und Sakkos für’s Business sorgen für einen Hauch Formalität in der Kollektion. Der Preppy-Look verleiht jedem Outfit einen eleganten Brit-Touch. Outfits leben vom Feinschliff. Mit den angebotenen Accessoires vom Gürtel bis Fliegen und Taschen gelingt das perfekte Finish.

The Sophistic8e – Fazit: Topman steht für den Streetstyle Ost-Londons. Für extravagante und stilsichere Mode. Für Mode, die nicht jeder versteht, inspiriert vom Punk der Sex-Pistols und den Laufstegen der Fashion Weeks auf der ganzen Welt.

Wer das außergewöhnliche sucht, wird hier fündig.

Einzig und allein, dass Topman direkt in die Herrenabteilung  von Oberpollinger integriert ist, stört.  Auch die Marken im Umfeld wie beispielweise Tommy Hilfiger sind für den Topman-Kunden eher uninteressant. Eine sichtbarere Abgrenzung wäre wünschenswert.

Aber: Überzeugt euch selbst.

Fotos:  The Sophistic8e