THE SOPHISTIC8E goes BERLIN.

Long time no see. Das trifft es auf den Punkt. Seit dem letzten Blogpost, der sich noch mit dem Thema Berlin Fashion Week beschäftigte, ist so einiges geschehen. Weniger Fashion aber umso mehr Berlin. Die deutsche Hauptstadt ist von nun an nämlich mein Lebensmittelpunkt. Kurzum: ICH WOHNE JETZT HIER.

Schon immer war Berlin für mich ein Place-to-be. Kaum eine andere deutsche Stadt bietet so viel Vielfalt und Entfaltungsmöglichkeiten. Viele verschiedene kulturelle Einflüsse vereinigen sich in einem friedlichen Zusammenleben. Auch modisch gesehen ist Berlin eine Inspiration. Der Mitte-Hipster war einmal. Mit der Normcore-Bewegung entstand eine neue Stilrichtung. Schwer differenzierbar wird hierdurch eine genaue Personenzuordnung. Doch Berlin bietet weitaus mehr, als modische Gruppenbewegungen. Berlin ist die deutsche Stadt der StreetstylesSchick trifft auf Vintage. Teuer auf Second-Hand. Ganz nach dem Zitat von Oberbürgermeister Wowereit:

ARM ABER SEXY.

Längst hat sich Berlin auch zu einem internationalen Modestandort etabliert. Berlin ist im Wandel. Heute noch mitten im Szene-Bezirk schlechthin gewohnt, kann man morgen schon wieder in einem spießig verrufenen Kiez wohnen. Die früheren Shopping-Geheimtipps sind in Windeseile schon wieder zum Mainstream geworden. Oder ist gerade der Mainstream nicht schon wieder der „neueste Shit?“

Ich werde mir künftig selbst ein Bild davon machen. Freut euch auf viele Inspirationen in jeglicher Hinsicht. Be prepared. Be there. Be Berlin.

XOXO. 

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BIKINI BERLIN. SHOP DIFFERENT

© TheSophistic8e

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… Auferstanden aus Ruinen – ODER SO.

Seit gut einem Monat hat das BIKINI BERLIN, das wohl untypischste Shopping Center Deutschlands, seine Pforten geöffnet. Höchste Zeit, sich umzuschauen.

Berlin. City West. Ku’damm. Zugegeben, für Berlin Insider der Inbegriff von übermäßigem Kommerz, Mainstream und Scharen von Touristen. Internationale Fast-Fashion-Ketten haben sich hier angesiedelt: Pull & Bear, Bershka, Forever 21 sowie zuletzt die japanische Modekette Uniqlo feierten ihre Deutschlandpremieren mit imposanten Flagshipstores. Ein Aufschwung. Nicht nur für die City West und den Ku’damm. Mit dem BIKINIHAUS zwischen der Gedächtniskirche und dem Berliner Zoo, kam jetzt ein weiterer Publikumsmagnet hinzu. Zugegebenermaßen würde man diese Shopping Mall wohl eher in Berlin-Mitte vermuten. Spricht sie doch durchaus ein sehr informiertes und modisch progressives Publikum an. Auch der Slogan: „Shop different“ lässt hierauf schließen. Doch eben gerade weil das BIKINI BERLIN kein typisches Shopping Center ist, passt das Konzept gerade dort hin. BIKINI BERLIN ist eine Concept Mall.

Innovativ, modern und zeitgemäß. Alles ist anders.

Keinen Zara, keinen Media Markt und auch keinen Drogeriemarkt. Stattdessen junge, noch nicht etablierte Newcomer-Labels und Geschäftsmodelle. Einzig bekannte Namen sind die Labels Vans, Schiesser, Carhartt sowie Closed, die hier neue Store-Designs ausprobieren. Aber auch einige Labels aus Mitte haben sich hier angesiedelt. Die mit hellem Holz zusammen gezimmerten BIKINI-BOXEN, die eigens dafür erschaffen wurden, um Nachwuchstalenten, die Chance zu geben mit Hilfe von Pop-Up-Stores den Markt zu testen, verleihen dem ganzen einen Markt – wenn nicht gar Messecharakter.

© TheSophistic8e

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BIKINI BERLIN bietet jedoch weit mehr als ein neues Shopping-Erlebnis. Auch die einzigartige Architektur muss hier hervorgehoben werden. Grüne Stahlträger und viel Glas symbolisieren Transparenz und Weltoffenheit. Im Erdgeschoss kann man durch ein Panoramafenster direkt ins Affengehege des Berliner Zoo’s sehen und das Treiben beobachten. Auch die begrünte Dachterrasse lädt die Besucher zum Verweilen ein. BIKINI BERLIN ist tonangebend für den deutschen Textileinzelhandel. Hier wird Shopping neu erfunden. Die Frequenz spricht für sich, auch wenn sich hierbei eine Mischung aus neugierigen normcore Touristen und Modebanausen sowie der modischen Avantgarde aus Mitte beobachten lässt.

Die Mischung macht’s und ein Besuch lohnt.

BIKINI BERLIN, Budapester Straße 38-50, 10787 Berlin // Shops & Boxes: Mo-Sa 10-20 Uhr // http://www.bikiniberlin.de

the heat is on.

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– oder wie gelingt es mir, mich bei hochsommerlichen Temperaturen schlecht anzuziehen.

Das hätte ich mir im Februar auch noch nicht träumen lassen, als ich zu meinem Geburtstag einen Wochenend-Trip nach Dresden geschenkt bekam. Mehr oder weniger schnell war ein Termin gefunden und für Ende Juli festgelegt. Mit der Absicht, dass man die Stadt im Sommer von seiner besten Seite erleben kann und somit auch viel Zeit im Freien verbringen kann.

Was uns aber dieses Wochenende tatsächlich erwartete, war das heißeste Wochenende des bisherigen Jahres. Besser wie Regen keine Frage. Aber bei tropischen Temperaturen weit über 30 Grad kann das Sightseeing zu einer Herausforderung werden. Hier der kleine Reiserückblick.

Bei einem Städtetrip ist klar: Möglichst viel von der Stadt entdecken und erleben. Schnell war das Ticket für den typischen Hop on-Hop off Bus gekauft.  Wenigstens der Fahrtwind sorgte hierbei für ein gewisses laues Lüftchen. Einige der Stopps nutzen wir  um unseren Flüssigkeitshaushalt upzuloaden.  Neben Besichtigungen der weltberühmten Bauten Dresdens, wie die Semperoper oder der Zwinger, blieb natürlich auch noch Zeit für’s „People Watching“.  Gerade an solchen heißen Tagen sind sie weltweit zu sehen: DIE Sommertrends 2013. So ist es für Mitmenschen mittleren Alters, meistens Männern, weiterhin unerlässlich auf die hochgezogenen Socken in ihren Trekking-Sandalen zu verzichten. Gerne kombiniert mit ärmelloser und  hell-beiger Angler-Weste zur 7/8 Hose im selben Farbton. Bauchtaschen und Herrenhandtaschen für Fotoapparat und Portemonnaie. Auffällig an solch heißen Tagen und äußerst beliebt: Kopfbedeckungen. Diese reichen von „Ich binde mir mein ausgezogenes T-Shirt in einer Art Turban auf den Kopf“  bis hin zu „Ich trage diesen Anglerhut aus Überzeugung“. Wer völlig auf Kopfbedeckung verzichten möchte bzw. erkannt hat, dass eine Kopfbedeckung auch gekonnt ausgesucht werden sollte, trägt den Regenschirm alias Sonnenschutz.  – Vorzugsweise asiatische Besucher. Absoluter Trend, so scheint es, gelten Gürtel als das Must-Have der Saison. Damen mittleren und fortgeschrittenen Alters kombinieren dieses Accessoire zu ihren Outfits. Jedoch wird der Einsatz von Gürteln nicht wie gewohnt in den Gürtelschlaufen der Hosen, sondern vorzugweise und am aller liebsten ÜBER T-Shirts, Kleidern und Blusen als absoluter Hingucker platziert. Äußerst gerne in Neon-Farben.  Äußerst gerne zum Kaschieren und Taillieren. Äußerst gerne jedoch aber auch bei solchen Damen, die leider nichts mehr kaschieren können.  Und somit wird der vermeintlich modische Gürtel zum absoluten NO-GO und eher zum Aufsehen öffentlichen Ärgernisses.

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Doch zurück zu Dresden. Wir beschäftigten uns natürlich nicht nur damit, schlecht angezogene Menschen zu bestaunen. In der Tat haben wir uns auch um die kulturellen Plätze Dresdens gekümmert. Selbstverständlich auch die berühmte Frauenkirche besichtigt. Die Altstadt bezaubert durch den altertümlichen und barocken Stil. Zeitweise fühlte man sich aufgrund der Hitze wie nach Italien versetzt. Auch das Ausgehen kam bei diesem Wochenend-Kurztrip nicht zu kurz. Wir genossen die Abende in der Dresdner Neustadt. Hip. Urban. Unkompliziert. Gekühlte Drinks und nette junge Menschen sorgten für eine tolle Stimmung.

Alles in allem haben wir die tropische Hitze gut überstanden und alles langsamer angehen lassen. Wir hatten eine tolle Zeit und verbrachten ein tolles Wochenende im Freundeskreis. Und wer will schon im Regen eine Stadt erkunden? Und wir stellten fest, dass man solche Wochenendtrips viel öfter machen sollte, weil sie zum einen gemeinsame Zeit verschaffen und  zum anderen eine kleine Erholung vom Alltag sind. Vielen Dank an meine Mitreisenden. –„ The Heat is on“ –  Ihr seid verrückt.

The Sophistic8e-Tipp: Dresden ist unbedingt eine Reise wert. Barocke Bauten versus Plattenbauten. Stadt versus Elbtal. Mir persönlich jedoch  zu überschaubar,  um mir dort ein Wohnen vorstellen zu können.

(Hinweis: Dieser Artikel enthält ironische und bewusst provozierte Passagen. Wer sie findet, darf sie für sich behalten)

DSC_0685(Fotos: TheSophistic8e)