YVES SAINT LAURENT. Ein Film-Check.

© SquareOne/Universum, Tibo & Anouchka

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MODE IST VERGÄNGLICH, STIL EWIG. – YSL

Seit Donnerstag ist Jalil Lesperts Film „YVES SAINT LAURENT“ auch in den deutschen Kinos. TheSophistic8e war bei der Premiere und kommentiert:

Y. S. L. Drei Buchstaben, die weltweit berühmt sind. YVES. SAINT. LAURENT. Ohne Zweifel ein großer Revolutionär der Mode. Aber auch: Scheu, schmächtig, labil und depressiv. Mit 19 Jahren wird der gebürtige Algerier Assistent von Modemeister CHRISTIAN DIOR in Paris. Nach dessen Tod zwei Jahre später, übernimmt der hochbegabte Modedesigner mit gerade einmal 21 Jahren die künstlerische Leitung des renommierten Modehauses DIOR. Der Erfolg bleibt nicht lange aus und der junge YVES SAINT LAURENT wird mit seiner ersten Kollektion, der Ligne-Trapèze, weltberühmt. 1961 gründet Yves mit seinem Lebenspartner Pierre Bergé sein eigenes Mode-Label „YVES SAINT LAURENT“. Fortan revolutioniert er die Modewelt. Stets provokativ und egozentrisch. Als einer der ersten Designer überhaupt schickt er dunkelhäutige Models über den Laufsteg. Ihm ist es zu verdanken, dass sich Schwarz als Trendfarbe entwickelte. Er etabliert Trenchcoats, Military-Jacken und den Smoking für Frauen. Die von ihm entworfenen Blazer, die durch die Inspiration von van Gogh– Gemälden entstanden, sind bis heute die teuersten Haute-Couture-Modelle. Trotz all dieser wahrlichen Meisterleistungen und innovativen Ideen, kommt Yves mit dem sich über Nacht einstellenden Erfolg nicht zurecht. Der begabte junge Mann nimmt immer mehr selbstzerstörerische Züge an. Wilde Partynächte mit Drogen, Alkohol und Sex einerseits, aber auch Selbstzweifel und Depressionen andererseits, gefährden das Wohl von YVES SAINT LAURENT selbst, seiner Firma und auch seiner Beziehung…

© SquareOne/Universum, Tibo & Anouchka

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TheSophistic8e meint: Für alle die sich für Mode an sich, die hohe Schneiderkunst und das Leben und Wirken von YVES SAINT LAURENT interessieren, ist dieser Film ein MUSS. Regisseur Jalil Lespert führt das Publikum mitten hinein in die Pariser Bohème und die aufregende Modewelt der 60er- und 70er Jahre. Eine Zeit mit Hippies, Studentenbewegungen und Emanzipation. Die Originalkostüme, die zum Teil eingesetzt werden, verleihen dem Film einen authentischen Glanz mit viel Liebe zum Detail. Typisch Französisch. Die Schauspieler sind brillant und überzeugend. Gerade Pierre Niney in der Rolle des Yves muss hierbei hervorgehoben werden. Neben der Haute-Couture und der Mode, wahrscheinlich auch der breiteren Besuchermasse wegen, steht aber auch die Beziehung zwischen Saint Laurent und Pierre Bergé im Vordergrund. Nicht störend, sondern unterstützend und für den Gesamtzusammenhang durchaus berechtigt.

YVES SAINT LAURENT ist ein fulminantes Kinoerlebnis über einen wegweisenden und revolutionären Modemacher. Einer der bedeutendsten aller Zeiten. Es ist aber auch ein Film über eine manisch-depressive, scheue und tragische Person, die am Ruhm und Erfolg immer wieder selbst zerbricht.

Du liebtest die Schönheit Yves. Niemand weiß woher Geschmack kommt. Der Instinkt. Das bringt einem niemand bei. (…) An jenem Tag trat der Ruhm in dein Leben. Und er hat dich seitdem nie mehr verlassen.

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