TheSophistic8e über: NORMCORE oder VOLL NORMAL.

Foto: picture-alliance/ gms/dpa

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Habt ihr schon von „Normcore“ gehört? – NEIN? Dann wird es aber höchste Zeit.

Geprägt wurde dieser Begriff von der New Yorker Trendagentur K-Hole im Oktober 2013. In der Publikation unter dem Titel „Youth Mode: A Report on Freedom“ wird das Ende der Zeit beschrieben, in der alle versuchen besonders zu sein. Eine wahrliche Konkurrenz und absolute Gegenbewegung zum Hipstertum. Ein Ende der Individualität und des ständigen Wettbewerbs beim Vorne-mit-dabei-sein. Vorbei sind scheinbar die Zeiten, in der sich die Fashionistas dieser Welt damit beschäftigten, was das Must-Have der nächsten Saison sein wird. Schön waren die Tage, an denen Sneaker-Fans stunden-wenn nicht gar tagelang vor den hiesigen Sneaker-Boutiquen campten, um unbedingt ein Exemplar einer Limited-Edition zu ergattern, um die Informiertheit und Individualität zu beweisen. Ebenfalls ein „Leises Servus“ geht an die Jutebeutel, Hornbrillen, Bärte und Tattoos.

WILLKOMMEN in einer neuen 08/15 Welt. WILLKOMMEN im Kosmos der NORMALOS.

Die dazugehörigen It-Pieces sind: No-Name-Shirts, am besten weiß, kombiniert zur Schlabberjeans aus dem Kleiderschrank der Eltern. Ausgelatschte Sneaker, Fleece-Jacken, sowie weiße Tennis-Socken in Adiletten. Klamotten eben, wie man sie in jedem normalen Einkaufszentrum findet. Amerikanischen Kaffee-Ketten, süßen Cupcake-Bäckereien sowie liebevoll und bis ins kleinste Detail gestaltete (Edel)-Boutiquen stehen vor dem AUS.

MAINSTREAM heißt das neue Credo. 

Erste Stilikonen der Normcore-Bewegung wurden bereits ebenfalls ernannt: Steve Jobs zum Beispiel. Posthum wird er durch das Tragen seines stinknormalen Rollkragenpullis zum Vorreiter. Voll Normal eben. Erika Mustermann wird ungeschminkt und ganz normal gekleidet in der Stadt gesichtet. Der schlecht angezogene deutsche Vorzeige-Touri ist also tonangebend und völlig normcoreJe unmodischer desto besser.

Doch nun Schluss mit den sarkastischen und ironischen Thesen. Fakt ist, Normcore ist derzeit in aller Munde. Sämtliche Medien, egal ob Print oder Online sowie die Sozialen Netzwerke sind überflutet mit Statements zu diesem Hype. Die Huffington-Post schreibt auf Ihrer Homepage: „Normcore: Der Look der Normalos ist der neuste Hipster-Trend.“ Stylebook.de titelt: „Neuer Hipster Trend: Die neue Durchschnittlichkeit.“ Das NDR Kulturjournal schickte gar einen Reporter los, um sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, wenn auch mit einem Augenzwinkern.

Innerhalb kürzester Zeit entstand ein ernst zunehmender Super-Trend beziehungsweise ein Super-Begriff, der nicht ignoriert werden kann. Wie damals bei der Hipster-Bewegung. Normcore sollte demnach als Signal gesehen werden. Es bremst die schnelllebigen Trends und die rasante Entwicklung aus. Weniger Speed, Anti-Fashion also. Zuletzt gesehen bei der Chanel Haute-Couture Schau in Paris, als Karl Lagerfeld seine Models (zum ersten Mal!) in Sneaker über den Laufsteg schickte. Auch Birkenstock profitiert davon. So wurden die ehemals als „Gesundheitslatschen“ betitelten Qualitätsschuhe, ruckzuck zum Topseller für diesen Sommer.

Ob man sich nun ernsthaft mit dem Thema Normcore beschäftigen muss, bleibt jedem selbst überlassen. Fest steht jedoch, dass nach dem anhaltenden Hipster-Trend etwas Neues kommt. Sicher ist ebenfalls, dass sich der Normcore-Hype auch nur bei denjenigen durchsetzen wird, die damals als erster zur Hornbrille und zum Jutebeutel gegriffen haben. Normcore ist also als ein Mode-Statement und gleichzeitig doch ein weiteres Zeichen von Individualität und Informiertheit der jungen Avantgarde. Nicht mehr und nicht weniger.

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YVES SAINT LAURENT. Ein Film-Check.

© SquareOne/Universum, Tibo & Anouchka

© SquareOne/Universum, Tibo & Anouchka

MODE IST VERGÄNGLICH, STIL EWIG. – YSL

Seit Donnerstag ist Jalil Lesperts Film „YVES SAINT LAURENT“ auch in den deutschen Kinos. TheSophistic8e war bei der Premiere und kommentiert:

Y. S. L. Drei Buchstaben, die weltweit berühmt sind. YVES. SAINT. LAURENT. Ohne Zweifel ein großer Revolutionär der Mode. Aber auch: Scheu, schmächtig, labil und depressiv. Mit 19 Jahren wird der gebürtige Algerier Assistent von Modemeister CHRISTIAN DIOR in Paris. Nach dessen Tod zwei Jahre später, übernimmt der hochbegabte Modedesigner mit gerade einmal 21 Jahren die künstlerische Leitung des renommierten Modehauses DIOR. Der Erfolg bleibt nicht lange aus und der junge YVES SAINT LAURENT wird mit seiner ersten Kollektion, der Ligne-Trapèze, weltberühmt. 1961 gründet Yves mit seinem Lebenspartner Pierre Bergé sein eigenes Mode-Label „YVES SAINT LAURENT“. Fortan revolutioniert er die Modewelt. Stets provokativ und egozentrisch. Als einer der ersten Designer überhaupt schickt er dunkelhäutige Models über den Laufsteg. Ihm ist es zu verdanken, dass sich Schwarz als Trendfarbe entwickelte. Er etabliert Trenchcoats, Military-Jacken und den Smoking für Frauen. Die von ihm entworfenen Blazer, die durch die Inspiration von van Gogh– Gemälden entstanden, sind bis heute die teuersten Haute-Couture-Modelle. Trotz all dieser wahrlichen Meisterleistungen und innovativen Ideen, kommt Yves mit dem sich über Nacht einstellenden Erfolg nicht zurecht. Der begabte junge Mann nimmt immer mehr selbstzerstörerische Züge an. Wilde Partynächte mit Drogen, Alkohol und Sex einerseits, aber auch Selbstzweifel und Depressionen andererseits, gefährden das Wohl von YVES SAINT LAURENT selbst, seiner Firma und auch seiner Beziehung…

© SquareOne/Universum, Tibo & Anouchka

© SquareOne/Universum, Tibo & Anouchka

TheSophistic8e meint: Für alle die sich für Mode an sich, die hohe Schneiderkunst und das Leben und Wirken von YVES SAINT LAURENT interessieren, ist dieser Film ein MUSS. Regisseur Jalil Lespert führt das Publikum mitten hinein in die Pariser Bohème und die aufregende Modewelt der 60er- und 70er Jahre. Eine Zeit mit Hippies, Studentenbewegungen und Emanzipation. Die Originalkostüme, die zum Teil eingesetzt werden, verleihen dem Film einen authentischen Glanz mit viel Liebe zum Detail. Typisch Französisch. Die Schauspieler sind brillant und überzeugend. Gerade Pierre Niney in der Rolle des Yves muss hierbei hervorgehoben werden. Neben der Haute-Couture und der Mode, wahrscheinlich auch der breiteren Besuchermasse wegen, steht aber auch die Beziehung zwischen Saint Laurent und Pierre Bergé im Vordergrund. Nicht störend, sondern unterstützend und für den Gesamtzusammenhang durchaus berechtigt.

YVES SAINT LAURENT ist ein fulminantes Kinoerlebnis über einen wegweisenden und revolutionären Modemacher. Einer der bedeutendsten aller Zeiten. Es ist aber auch ein Film über eine manisch-depressive, scheue und tragische Person, die am Ruhm und Erfolg immer wieder selbst zerbricht.

Du liebtest die Schönheit Yves. Niemand weiß woher Geschmack kommt. Der Instinkt. Das bringt einem niemand bei. (…) An jenem Tag trat der Ruhm in dein Leben. Und er hat dich seitdem nie mehr verlassen.

Label Check: EINSTEIN & NEWTON

© EINSTEIN & NEWTON

© EINSTEIN & NEWTON

Gewinne mit THE SOPHISTIC8E und EINSTEIN & NEWTON eine exklusive Gymbag.

Einstein und Newton. Zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten, Kultfiguren und Tüftler. Aber auch Namensgeber für ein junges, urbanes Newcomer Label aus Düsseldorf. Die modische Aussage der Kollektionen ist das Leben selbst; gepaart mit Freiheit, Rebellion und Intelligenz. Inspiriert durch die pulsierende US-Metropole Los Angeles. Das klassische weiße Shirt bildet sowohl bei der Women sowie auch bei der Men-Kollektion die Basis. Akkurate, schnörkellose Linien treffen auf liebevolle Details und unterstreichen die Aussagekraft der Statements. Laute Graffiti-Optiken bilden einen fließenden Übergang mit den graphischen Kunstwerken. Heraus kamen T-Shirts, Tanktops, Sweater, Hoodies, Caps und Gymbags für coole Mädels und Jungs. Allen gemein: Die frechen und zum Teil ironischen Sprüche und Lebensweisheiten, die mit einem eigens entwickelten, qualitativ hochwertigen Druckverfahren auf die Textilien gebracht werden. EINSTEIN & NEWTON hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem absoluten Trendlabel entwickelt, auch international. Nicht nur deutsche Platzhirsche und Modehäuser haben EINSTEIN & NEWTON für sich entdeckt, unter anderem auch im amerikanischen Kultkaufhaus Macy’s New York ist die Kollektion zu haben. EINSTEIN & NEWTON, gegründet von Kreativkopf Mario Lipovac, besitzt seine ganz eigene Handschrift. Zeitgeist und Trend sowie ein großes Lebensgefühl, welches ständig neu erfunden wird, machen dieses Label einzigartig.

THE SOPHISTIC8E meint: Markante Zitate und Sprüche in Kombination mit aufsehenerregenden Prints werden zu DEM Hingucker.

 Schaut vorbei und überzeugt euch selbst: www.einstein-newton.com

© EINSTEIN &NEWTON

© EINSTEIN &NEWTON

#WIN  #WIN  #WIN #WIN  #WIN 

Gewinne mit THE SOPHISTIC8E und EINSTEIN & NEWTON eine exklusive Gymbag „BAD ist the new good“ aus der aktuellen Frühjahr/Sommerkollektion 2014 im Wert von 25€.

Alles was du tun musst: Werde Fan von THE SOPHISTIC8E auf Facebook: www.facebook.com/thesophistic8e, und poste einen Kommentar direkt unter diesen Artikel, hier auf dem Blog.

Teilnahmeschluss ist Montag, der 21.April 2014, 24Uhr.

Der Gewinner wird persönlich benachrichtigt und hat dann 1 Woche Zeit sich zu melden. Reagiert der Gewinner nicht, wird neu ausgelost. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. #Viel Glück! 

© THE SOPHISTIC8E

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News des Tages: Alexander Wang entwirft für H&M

Nach der Kooperation mit Isabel Marant im vergangenen Jahr ist es nun offiziell. Alexander Wang, Chef-Designer des Modehauses Balenciaga entwirft für den schwedischen Modegiganten eine Capsule Collection. Dies wurde heute Nacht im Rahmen des Coachella- Festivals (USA) bei einer gemeinsamen Party von H&M und Alexander Wang verkündet und via Video über Instagram verbreitet. Der Clip zeigt einen Countdown, der bei 11:06 stoppt. Demnach ist zu mutmaßen, dass die Kollektion ab dem 6.November 2014 in ausgewählten H&M-Geschäften erhältlich sein wird.

Alexander Wang freut sich über die Zusammenarbeit und sagt:

Ich fühle mich geehrt, Teil der H&M Designer Kollaborationen zu sein. Die Arbeit mit dem Team ist ein aufregender Prozess, der Spaß macht. Sie sind sehr offen Grenzen zu weiten, um eine Plattform für Kreativität zu schaffen. Es ist ein großartiger Weg Alexander Wang einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Die Kollektion von Alexander Wang x H&M wird Mode und Accessoires für Frauen und Männer umfassen und sicherlich viele Elemente aus der Sportswear aufgreifen, die für den Amerikaner typisch sind.

WIR SIND GESPANNT. 

Foto: Getty Images

Foto: Getty Images

Karl Lagerfeld. Parallele Gegensätze.

Karl Lagerfeld Selbstportrait, 2011/2012 Aus der Serie Atelier Fendi Inkjet auf Leinwand 84 × 120 cm © 2014 Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld Selbstportrait, 2011/2012 Aus der Serie Atelier Fendi Inkjet auf Leinwand 84 × 120 cm
© 2014 Karl Lagerfeld

– Eine Ausstellung zu Fotografie – Buchkunst – Mode.

Seit dem 15. Februar ist sie geöffnet, die weltweit erste große Museumsausstellung von Karl Lagerfeld im Museum Folkwang in Essen:„Karl Lagerfeld. Parallele Gegensätze“ zeigt sämtliche künstlerische Facetten des international bedeutendsten deutschen Designers. Seit 1955 macht der in Hamburg geborene Karl Lagerfeld in Mode. Er arbeitete für die renommierten Modehäuser wie Balmain, Chloé und FENDI und wurde schnell zu einem der wichtigsten Impulsgeber der internationalen Modewelt unserer Zeit. Neben seiner Arbeit und seinem Wirken für das Pariser Traditionsunternehmens CHANEL, für das er 1983 die Führung übernahm, bringt Karl Lagerfeld auch unter eigenem Namen außergewöhnliche und zukunftsweisende Kollektionen auf den Markt, die seinesgleichen suchen. Dennoch ist er mehr als (nur) ein Designer. Er ist ebenso Perfektionist, Verleger, Fotograf und Sammler.

Karl Lagerfeld A Portrait of Dorian Grey, 2005 Direktdruck auf Aludibond 70 x 100 cm © 2014 Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld, A Portrait of Dorian Grey, 2005 Direktdruck auf Aludibond 70 x 100 cm
© 2014 Karl Lagerfeld

Die Ausstellung im Museum Folkwang zeigt auf circa 1400 Quadratmetern die rastlose Ideenvielfalt Lagerfelds. Der Besucher wird durch 14 Ausstellungsräume geführt und gleichzeitig in die Welt des deutschen unerschöpflichen Multitalents entführt. Mehr als 400 Exponate, darunter Zeichnungen, Fotografien, Bücher, Designobjekte und Filme gibt es zu besichtigen. Die Ausstellung reicht von den glamourösen 1990er Jahren bis hin zur Gegenwart. Ehemalige Musen Lagerfelds wie Claudia Schiffer und Baptiste Giabiconi sind auf vielen Fotografien auf unterschiedlichen Materialien und Untergründen sehr oft zu entdecken und werden immer wieder neu inszeniert. Ein Großteil wird dennoch dem Wirken Lagerfelds bei CHANEL gewidmet: Anzeigenkampagnen und Kataloge, Entwurfsskizzen der unverkennbaren CHANEL-Roben, echte Kollektionsteile der Herbst-/Winterkollektion 2013/14 sowie die Architekturmodelle der großen CHANEL-Modenschauen im Grand Palais in Paris.

TheSophistic8e meint: Die Ausstellung die dem Museum Folkwang in Zusammenarbeit mit Karl Lagerfeld hier gelang, ist maßgebend. Die Inszenierung der Exponate, welche die Besucher in die (Traum)Welt Karl Lagerfelds entführen, ist authentisch und sehr gut gelungen. Sie beweist einmal mehr die ungeheure Vielfalt und Facette des Multitalents, das einem Genie gleichzusetzen ist.

 Unverkennbar. Einzigartig. Einfach Karl.

„Karl Lagerfeld. Parallele Gegensätze.“ Fotografie – Buchkunst – Mode ist noch bis zum 11. Mai 2014 im Museum Folkwang in Essen zu sehen. Ein Besuch lohnt sich.

© 2014 TheSophistic8e

© 2014 TheSophistic8e