10 Fragen an Josephine Götz, Päng!Magazin

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TheShophistic8e: Josie, Päng! feiert mit der 5. Ausgabe einjährigen Geburtstag. Doch ob und wann es die 5. Ausgabe geben wird steht bislang noch in den Sternen. Ihr habt deshalb eine Aktion auf startnext.de gestartet, auf denen man Päng! unterstützen kann. Wie läuft das genau ab?

Josephine Götz: Die „Päng!Rettungsaktion“ auf Startnext läuft noch bis diesen Sonntag, 23.59 Uhr. In insgesamt 30 Tagen können auf www.startnext.de/paeng-magazin  alle Leser und Fans von Päng! unser Heft unterstützen und dafür Päng!Prämien bekommen. Über 9.000 € sind schon reingekommen, es fehlen noch 1.000. Ab einem Wert von 10 € bekommt man das neue Heft in den Briefkasten und steht namentlich als Unterstützer mit drin. Da wir es allein nicht schaffen, haben wir uns an die Crowd gewandt. Unfassbar, was sich da alles schon getan hat und wir bibbern jetzt, dass wir es schaffen und Sonntag Nacht dann endlich wissen: Können wir Päng!#5 endlich drucken?

TS8: Ihr habt keine festen Redakteure. Päng! zeichnet sich gerade dadurch aus, dass jeder die Chance hat, seine Erlebnisse zu Papier zu bringen und über Abenteuer zu berichten. Wonach wählt ihr die Artikel und Autoren aus, die es dann wirklich ins Heft schaffen?

JG: Stimmt so nicht ganz. Wir haben ein festes Redaktionsteam, das nur anders als bei anderen Heften deutschlandweit verstreut sitzt. Dieses Team bekommt pro Heftnummer das Thema verraten und schlägt daraufhin Geschichten vor. Parallel dazu bekomme ich jede Menge Anfragen freier Autoren mit Themenvorschlägen, die ich unabhängig zur Redaktion lese und schaue, ob sie passen. Für jede Heftplanung gibt es allgemein 3 mögliche Szenarien: 1) Die vorgeschlagene Geschichte ist lahm und schlecht geschrieben – raus. 2) Mega Story, aber supermies geschrieben – abwägen, ob man es umschreiben kann bzw. den Autor dazu bekommt, es „Päng!mäßig“ zu schreiben. 3) Glücksfall: Die Geschichte ist top und muss ins Heft und alles, was noch dran gemacht werden muss ist Feintuning.

Die Heftplanung ist ein unheimliches Ausbalancieren von Können, Wollen, Müssen, Befindlichkeiten aller Beteiligten austangierten, Bauchgefühl trauen, Plan B’s schmieden, Rohdiamanten finden und versuchen keinen Kompromiss zu machen. Nach 4 Heften habe ich ein riesen Kartei an Autoren, Illustratoren und Fotografen, aber nur eine Hand voll Leute, bei denen ich weiß, die verstehen das redaktionelle Konzept von Päng! zu 100%. Die überhaupt schon gefunden zu haben ist ein unheimliches Glück.

TS8: Welcher Artikel, hat dich selbst bisher am meisten bewegt bzw. welche Geschichte hat auf dich bisher den größten Eindruck hinterlassen?

JG: Ich mag sie alle, sonst hätte ich sie nicht ins Heft genommen. Der Beitrag, der mich mit am meisten bewegt hat, war der über Matze aus Päng!#2, der ein altes Feuerwehrauto zu einer fahrenden Bühne umgebaut hat. Oder in der voretzten Päng! die Geschichte über die junge Mutter, die mit ihrem Kind eine Weltreise machte oder über die Frau, die sich in Gibraltar um die Wale kümmert. Die Themen im Heft machen oft so Bock sofort loszuziehen und einfach zu machen. Letztens hat mir jemand geschrieben, wie er ein großes Papierschiff gebaut hat und darauf ein Konzert gespielt wurde. Das musste ich dann wissen wie sowas geht und deshalb gibt es dieses Heft.

TS8: Mit welchen 3 Worten würdest du Päng! Beschreiben?

JG: Bedingungslos, wild und nah. Neulich wurde ein Bericht über uns geschrieben in dem es hieß „Päng! ist erwachsen und sitzt trotzdem noch im Sandkasten und wirft mit Förmchen um sich. Päng! ist eine Runde Kettenkarussell fahren und das Gefühl haben, fliegen zu können.“ Das fang ich zum Heulen schön. Dass es da draußen so wahr genommen wird, wie wir es uns in der kleinen Päng!Zentrale nur wünschen konnten.

TS8: Du verlässt nun Stuttgart und ziehst zurück in deine Heimat in den wilden Osten. Was wirst du am meisten an der Schwaben-Metropole vermissen?

JG: Die Menschen, die Stadt, das „Sich sicher fühlen“, das Verbindliche. Ich bin durch Zufall nach Stuttgart gekommen und 7 Jahre geblieben und würde jeder Zeit wiederkommen. Diese Schwaben – wenn man sich einmal gegenseitig ins Herz geschlossen hat, das ist was, was für immer bleibt. Etwas, was in Berlin eher selten passiert.

TS8: Was geschieht mit der Päng!-Kommandozentrale in Stuttgart?

JG: Die bleibt, bis wir den neuen Standort für uns festgelegt haben. Unser kleines Kellerbüro im Stuttgarter Süden wird für immer die erste Päng!Zentrale bleiben. Kaputte Heizungslüfter versus schönster Hinterhof der Welt.Was wir dort zusammen aufgebaut & durchgemacht haben, hat uns als Team zusammengeschweißt und jeden Tag darin bestärkt „Dinge zu machen, die eigentlich nicht gehen“, damit dieses Heft rauskommt.

 TS8: Was ist dein größter Traum?

JG: Der ist zu einem Großteil schon wahr geworden. Jetzt geht es darum, Biss zu zeigen und sich zu etablieren. Mein Traum ist es, ein Heft zu machen, dass den Leuten da draußen eine gute Zeit verschafft, sie zum Träumen einlädt und sie sich gut fühlen lässt. Druck spüren wir alle schon genug.

TS8: Auf welche Dinge kannst du nicht verzichten?

JG: Mein Fahrrad, Vip.de, Spätzle mit Soß.

TS8: Welcher Song sollte auf keiner guten Party fehlen?

JG: Cezar – It’s my Life

TS8: Zu guter Letzt noch:

Bier oder Sekt?

Stadt oder Land?

Meer oder Berge?

Regenschirm oder Regenjacke?

Sailor Moon oder Biene Maja?

JG: Kann ich nicht – Bis auf Bier und Regenschirm will ich sie alle!

TS8: Liebe Josie, vielen Dank für das Interview. Dir alles Liebe und Gute und ich drücke dir die Daumen, dass Heft Nummer 5 am Sonntag gesichert ist.

Helft mit, helft Päng! Tolles Heft, tolle Geschichten, wunderbare Menschen.

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